Mi |30|03|2016| CINEMA

Son of Saul

László Nemes, Ungarn 2015, 107', Ov/d, ab 16

Cannes 2015 - Grosser Preis der Jury

 

Oktober 1944, Auschwitz-Birkenau. Saul gehört zum sogenannten Sonderkommando - einer Gruppe von jüdischen Häftlingen, die gezwungen werden, die Nazis bei der Ermordung der deportierten Juden zu unterstützen. Saul arbeitet in einem der Krematorien. Eines Tages entdeckt er einen toten Jungen, in dem er seinen eigenen Sohn zu erkennen glaubt. Als die Mitglieder des Sonderkommandos einen Aufstand planen, beschliesst Saul, das eigentlich Unmögliche zu versuchen: den Jungen auf würdige Weise zu beerdigen...

«Son of Saul» hat in Cannes - dem bedeutendsten Filmfestival überhaupt - eine der wichtigsten Auszeichnungen gewonnen: den Grand Prix. Das spricht ebenso für die aussergewöhnliche Qualität dieses Erstlingsfilms wie dass er mit einem Golden Globe ausgezeichnet und für einen Oscar nominiert wurde. Formal so gekonnt wie aussergewöhnlich und radikal schildert der ungarische Regisseur Lászlo Nemes, wie ein Mann einer hoffnungslosen Situation eine zutiefst menschliche Geste entgegenzusetzen versucht. Ein furioses, mutiges Werk, das unter die Haut geht.

30.03.2016, 20:15 13.04.2016, 20:15

Oktober 1944, Auschwitz-Birkenau. Saul gehört zum sogenannten Sonderkommando - einer Gruppe von jüdischen Häftlingen, die gezwungen werden, die Nazis bei der Ermordung der deportierten Juden zu unterstützen. Saul arbeitet in einem der Krematorien. Eines Tages entdeckt er einen toten Jungen, in dem er seinen eigenen Sohn zu erkennen glaubt. Als die Mitglieder des Sonderkommandos einen Aufstand planen, beschliesst Saul, das eigentlich Unmögliche zu versuchen: den Jungen auf würdige Weise zu beerdigen...

«Son of Saul» hat in Cannes - dem bedeutendsten Filmfestival überhaupt - eine der wichtigsten Auszeichnungen gewonnen: den Grand Prix. Das spricht ebenso für die aussergewöhnliche Qualität dieses Erstlingsfilms wie dass er mit einem Golden Globe ausgezeichnet und für einen Oscar nominiert wurde. Formal so gekonnt wie aussergewöhnlich und radikal schildert der ungarische Regisseur Lászlo Nemes, wie ein Mann einer hoffnungslosen Situation eine zutiefst menschliche Geste entgegenzusetzen versucht. Ein furioses, mutiges Werk, das unter die Haut geht.