Do |26|01|2017| CINEMA

KONTRABACH

MUSIK VON J.S.BACH: Marc Lardon: Kontrabassklarinette Daniel Sailer: Kontrabass

Der Bass- und Kontrabassklarinettist Marc Lardon und der Kontrabassist Daniel Sailer präsentieren ein Konzertprogramm mit Musik von J.S. Bach.

 

Aus dem unerschöpflichen Fundus von Bachs Werken haben wir ein abendfüllendes Programm erarbeitet. Bei der Auswahl der Stücke war unsere Vorliebe für eher schwere und dramatische Stücke massgebend. So haben wir aus Kantaten, dem Klavierwerk und aus Konzerten Arrangements ausgearbeitet, die es uns ermöglichen, den ohnehin schon tiefschürfenden Charakter der betreffenden Originale noch zu verstärken bzw. zu vertiefen. (Und dies ist hier durchaus auch wörtlich zu verstehen, schliesslich erklingt alles eine oder 2 Oktaven tiefer!)Und damit wären wir bei der eigentlichen Besonderheit dieses Projekts: der sehr eigenwilligen und gewagten Instrumentierung, also Kontrabassklarinette und Kontrabass.

 

In dieser Form klingt Bachs Musik völlig ungewohnt und neu, einerseits durch die sehr tiefe Tonlage, andererseits durch den eigenwilligen Charakter der verwendeten Instrumente, insbesondere der Kontrabassklarinette. Wir waren uns anfänglich gar nicht sicher, ob dadurch die Musik nicht zu sehr entfremdet wird, bzw. ob gerade diese Verfremdung einen besonderen Reiz ausmacht. Nach ersten Versuchen sind wir zu der Ansicht gelangt, dass eindeutig letzteres zutrifft! Einige der ausgewählten Stücke sind im Original zweistimmig und haben beim Arrangieren also keine Probleme verursacht. (Zum Teil wurde die Tonart verändert, eine Praxis, die Bach selbst bei Bearbeitungen eigener Werke angewandt hat). Bei Stücken mit 3 oder mehreren Stimmen mussten wir einige wenige Kompromisse machen, also für das harmonische Verständnis nicht unabdingbare Stimmen weglassen.

 

Wir sind dabei mit grösster Sorgfalt vorgegangen und haben, wenn keine befriedigende Lösung gefunden wurde, auch auf die Aufnahme gewisser Werke ins Programm verzichtet. Bach begleitet uns schon seit wir überhaupt angefangen haben Musik zu machen. Er ist für uns so etwas wie das "tägliche Brot" geworden. Die Idee, trotz oder gerade wegen der scheinbaren Nicht-Kompatibilität unserer Instrumente, diese unsere Leidenschaft durch die Erarbeitung eines Konzertprogramms öffentlich zu zelebrieren, spukt uns schon lange im Kopf herum.

 

Auch eine gewisse opponierende Haltung gegen den grassierenden Dogmatismus in Sachen historisch korrekter Aufführungspraxis hat uns motiviert, dieses Experiment zu wagen. Man kann sich wohl nicht mehr weiter von diesem entfernen bzw. sich ihm entgegenstellen, zumal wir uns auch interpretatorisch keineswegs an den "historisch gesicherten Erkenntnissen" orientieren.

 

Musiker: Marc Lardon, Kontrabassklarinette / Daniel Sailer, Kontrabass

26.01.2017, 20:15

Der Bass- und Kontrabassklarinettist Marc Lardon und der Kontrabassist Daniel Sailer präsentieren ein Konzertprogramm mit Musik von J.S. Bach.

 

Aus dem unerschöpflichen Fundus von Bachs Werken haben wir ein abendfüllendes Programm erarbeitet. Bei der Auswahl der Stücke war unsere Vorliebe für eher schwere und dramatische Stücke massgebend. So haben wir aus Kantaten, dem Klavierwerk und aus Konzerten Arrangements ausgearbeitet, die es uns ermöglichen, den ohnehin schon tiefschürfenden Charakter der betreffenden Originale noch zu verstärken bzw. zu vertiefen. (Und dies ist hier durchaus auch wörtlich zu verstehen, schliesslich erklingt alles eine oder 2 Oktaven tiefer!)Und damit wären wir bei der eigentlichen Besonderheit dieses Projekts: der sehr eigenwilligen und gewagten Instrumentierung, also Kontrabassklarinette und Kontrabass.

 

In dieser Form klingt Bachs Musik völlig ungewohnt und neu, einerseits durch die sehr tiefe Tonlage, andererseits durch den eigenwilligen Charakter der verwendeten Instrumente, insbesondere der Kontrabassklarinette. Wir waren uns anfänglich gar nicht sicher, ob dadurch die Musik nicht zu sehr entfremdet wird, bzw. ob gerade diese Verfremdung einen besonderen Reiz ausmacht. Nach ersten Versuchen sind wir zu der Ansicht gelangt, dass eindeutig letzteres zutrifft! Einige der ausgewählten Stücke sind im Original zweistimmig und haben beim Arrangieren also keine Probleme verursacht. (Zum Teil wurde die Tonart verändert, eine Praxis, die Bach selbst bei Bearbeitungen eigener Werke angewandt hat). Bei Stücken mit 3 oder mehreren Stimmen mussten wir einige wenige Kompromisse machen, also für das harmonische Verständnis nicht unabdingbare Stimmen weglassen.

 

Wir sind dabei mit grösster Sorgfalt vorgegangen und haben, wenn keine befriedigende Lösung gefunden wurde, auch auf die Aufnahme gewisser Werke ins Programm verzichtet. Bach begleitet uns schon seit wir überhaupt angefangen haben Musik zu machen. Er ist für uns so etwas wie das "tägliche Brot" geworden. Die Idee, trotz oder gerade wegen der scheinbaren Nicht-Kompatibilität unserer Instrumente, diese unsere Leidenschaft durch die Erarbeitung eines Konzertprogramms öffentlich zu zelebrieren, spukt uns schon lange im Kopf herum.

 

Auch eine gewisse opponierende Haltung gegen den grassierenden Dogmatismus in Sachen historisch korrekter Aufführungspraxis hat uns motiviert, dieses Experiment zu wagen. Man kann sich wohl nicht mehr weiter von diesem entfernen bzw. sich ihm entgegenstellen, zumal wir uns auch interpretatorisch keineswegs an den "historisch gesicherten Erkenntnissen" orientieren.

 

Musiker: Marc Lardon, Kontrabassklarinette / Daniel Sailer, Kontrabass