Mi |04|11|2015| CINEMA

In grazia di Dio

Edoardo Winspeare, IT 2014, 127', I/d,

CINEMA ITALIANO 2015

Vier Frauen in Salento, Süditalien: Die kleine Textilfabrik im Familienbesitz muss schliessen, das Wohnhaus wird verkauft, eine Dreigenerationenfamilie kämpft um ihre Existenz. Die energische Adele, deren Bruder ausgewandert ist, sucht nach Auswegen. Ihre Schwester träumt davon, Schauspielerin zu werden, und die halbwüchsige Tochter verhält sich aggressiv. Nur die Grossmutter nimmt die Schicksalsschläge gelassen hin. Alles scheint verloren, auch der Familienzusammenhalt. Die einzige Aussicht, das tägliche Überleben zu sichern, liegt in der Feldarbeit und der Rückkehr zu einfachen Tauschgeschäften. Und genau das ist der Beginn einer Läuterung, über die die vier Frauen das Leben und vor allem ihre Zuneigung zueinander neu erfahren.

Vier Frauen aus drei Generationen und ein Ort antiker Magie, sind die Hauptdarsteller von "In grazia di Dio", eine Liebeserklärung an die Familie und das Matriarchat. Winspeare hat fast all seine schönen Filme in diesem abgelegenen Teil Apuliens gedreht, mit einer gleichzeitig emotionalen wie auch ruhigen Intensität. So wird die Landschaft mit ihren riesigen Oliven- und Zitrusbäumen, den Kakteen, der Felsküste im Hintergrund, den Steinmauern, den kleinen Dörfern und mit den leuchtenden und sanften Farben zu einem unabdingbaren Teil der Geschichte. In diesem Film sieht man keine Schauspieler, nur Einheimische, und der Charme von "In grazia di Dio" liegt auch in der Wahrhaftigkeit der Darstellerinnen. 
Natalia Aspesi, La Repubblica


04.11.2015, 20:15

Vier Frauen in Salento, Süditalien: Die kleine Textilfabrik im Familienbesitz muss schliessen, das Wohnhaus wird verkauft, eine Dreigenerationenfamilie kämpft um ihre Existenz. Die energische Adele, deren Bruder ausgewandert ist, sucht nach Auswegen. Ihre Schwester träumt davon, Schauspielerin zu werden, und die halbwüchsige Tochter verhält sich aggressiv. Nur die Grossmutter nimmt die Schicksalsschläge gelassen hin. Alles scheint verloren, auch der Familienzusammenhalt. Die einzige Aussicht, das tägliche Überleben zu sichern, liegt in der Feldarbeit und der Rückkehr zu einfachen Tauschgeschäften. Und genau das ist der Beginn einer Läuterung, über die die vier Frauen das Leben und vor allem ihre Zuneigung zueinander neu erfahren.

Vier Frauen aus drei Generationen und ein Ort antiker Magie, sind die Hauptdarsteller von "In grazia di Dio", eine Liebeserklärung an die Familie und das Matriarchat. Winspeare hat fast all seine schönen Filme in diesem abgelegenen Teil Apuliens gedreht, mit einer gleichzeitig emotionalen wie auch ruhigen Intensität. So wird die Landschaft mit ihren riesigen Oliven- und Zitrusbäumen, den Kakteen, der Felsküste im Hintergrund, den Steinmauern, den kleinen Dörfern und mit den leuchtenden und sanften Farben zu einem unabdingbaren Teil der Geschichte. In diesem Film sieht man keine Schauspieler, nur Einheimische, und der Charme von "In grazia di Dio" liegt auch in der Wahrhaftigkeit der Darstellerinnen. 
Natalia Aspesi, La Repubblica