Do |19|11|2015| CINEMA

I nostri ragazzi

Ivano De Matteo, IT 2014, 92', I/d,

CINEMA ITALIANO 2015

Zwei völlig unterschiedliche Brüder - ein Kinderchirurg und ein Rechtsanwalt - treffen sich einmal im Monat in einem Luxusrestaurant zum Abendessen. Mit dabei sind ihre Ehefrauen, die sich nicht leiden können und daraus auch keinen Hehl machen. Der Kinderchirurg hat einen Sohn, Michele, und der Rechtsanwalt eine Tochter aus erster Ehe, Benedetta. Die beiden Jugendlichen treffen sich häufig. Eines Nachts zeichnet eine Überwachungskamera auf, wie zwei Teenager, ein Junge und ein Mädchen, eine Obdachlose mit Tritten und Schlägen misshandeln. Die Frau fällt schwer verletzt ins Koma. Wenig später werden die Aufnahmen im Fernsehen gezeigt. Obwohl sich die Identität der Teenager nicht feststellen lässt, gelangen die beiden Paare rasch zur Überzeugung, dass ihre eigenen Kinder die Täter sind. Was nun?

Nach "Gli equilibristi" ein neues starkes Drama von Ivano De Matteo, das ihn als einen sensiblen Filmemacher bestätigt, der dem in der Normalität verborgenen Wahnsinn nachspürt. Denn das Böse, so der Regisseur, steckt in uns. Aber natürlich tun wir so, als würden wir es nicht sehen, damit wir glauben können, es sei ausgemerzt. Unter den bemerkenswerten Darstellern findet sich der junge Jacopo Olmo Antinori, der bereits als Hauptdarsteller in Bernardo Bertoluccis "Io e te" zu sehen war. Ein schlicht und einfach sehenswerter Film.
Anna Maria Pasetti, Il Fatto Quotidiano


19.11.2015, 20:15

Zwei völlig unterschiedliche Brüder - ein Kinderchirurg und ein Rechtsanwalt - treffen sich einmal im Monat in einem Luxusrestaurant zum Abendessen. Mit dabei sind ihre Ehefrauen, die sich nicht leiden können und daraus auch keinen Hehl machen. Der Kinderchirurg hat einen Sohn, Michele, und der Rechtsanwalt eine Tochter aus erster Ehe, Benedetta. Die beiden Jugendlichen treffen sich häufig. Eines Nachts zeichnet eine Überwachungskamera auf, wie zwei Teenager, ein Junge und ein Mädchen, eine Obdachlose mit Tritten und Schlägen misshandeln. Die Frau fällt schwer verletzt ins Koma. Wenig später werden die Aufnahmen im Fernsehen gezeigt. Obwohl sich die Identität der Teenager nicht feststellen lässt, gelangen die beiden Paare rasch zur Überzeugung, dass ihre eigenen Kinder die Täter sind. Was nun?

Nach "Gli equilibristi" ein neues starkes Drama von Ivano De Matteo, das ihn als einen sensiblen Filmemacher bestätigt, der dem in der Normalität verborgenen Wahnsinn nachspürt. Denn das Böse, so der Regisseur, steckt in uns. Aber natürlich tun wir so, als würden wir es nicht sehen, damit wir glauben können, es sei ausgemerzt. Unter den bemerkenswerten Darstellern findet sich der junge Jacopo Olmo Antinori, der bereits als Hauptdarsteller in Bernardo Bertoluccis "Io e te" zu sehen war. Ein schlicht und einfach sehenswerter Film.
Anna Maria Pasetti, Il Fatto Quotidiano