mars / maerz
Fr |27|03|2026|20:00| CINEMA
Nouvelle Vague
Unbeschreiblich cool, unglaublich mutig, angetrieben vom Willen, alles neu und anders zu machen, realisiert Jean-Luc Godard 1959 in Paris seinen Spielfilmerstling «À bout de souffle». Er bricht mit allen Regeln der Filmproduktion. Was, wo und ob überhaupt gedreht wird, entscheidet Godard spontan am Morgen im Bistrot. «À bout de souffle» schreibt Geschichte, wird zu einem Hauptwerk der französischen Nouvelle Vague und beeinflusst das Weltkino nachhaltig.
Richard Linklaters Spielfilm «Nouvelle Vague» erzählt von der Entstehung von Jean-Luc Godards bahnbrechendem Meisterwerk über die Amour fou eines Kleinkriminellen mit einer jungen Amerikanerin. Gedreht in Schwarz-Weiss, bietet er Einblicke in einen Wendepunkt in der Geschichte des Kinos und in der Karriere des zuvor als Filmkritiker tätigen Regisseurs Godard. «Novelle Vague» hat zahlreiche internationale Preise gewonnen, ist herausragend gespielt und taucht tief in die Atmosphäre und das Lebensgefühl im Paris von 1959 ein. Eine mitreissende Hommage an Godards ikonisches Werk – und eine unwiderstehliche Liebeserklärung ans Kino.
Sa |28|03|2026|20:30| TRIBUNA
Knöppel
Knöppel sind nach grob zehn groben Jahren Bandgeschichte ein fester Bestandteil am unteren Ende der Schweizer Musikszene. Mit «Sex Jazz Scheisse» erschien 2023 die dritte Platte der Band, deren Kunst darin besteht, so zu tun, als wäre sie ein (etwas primitives) One-Trick-Pony. Und weil das Unterfangen so schön unernst derb und abwechslungsreich ist, tun wir gerne so, als würden wir ihnen das glauben. Die Platte ist vielleicht nicht ganz so gut wie das Debut «Hey Wichsers» aber mindestens so gut wie das Zweitwerk «Faszination Glied». Mit anderen Worten: die Band bleibt konstant schlecht.
An einem Wochenende mit dem Nudelholz eingeprügelt tönt das Album (schon wieder) wie ein Debut-Album – im Guten wie im Schlechten, aber vor allem im Guten. Das Trio hat sich weiterentwickelt, im Songwriting etwas ambitionierter, im Handwerk noch ruppiger, textlich wie immer absolut unnötig aber lustig und gelegentlich sogar ganz schlau. Zusammen mit alten Hits wie «Prada», «Dä hät mi ghaue dä Wichser», «Schüga» oder «Glied» ist das die ideale Voraussetzung für einen feuchtfröhlichen Rock'n'Roll-Abend voller Achtsamkeit und Harmonie. Der Tradition getreu wird der Abend von Jack Stoiker eröffnet.










































