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Cafe de Flore Die Standesbeamtin Der Freund The Iron Lady

matg / mai

Die Standesbeamtin
11
18 / 05 / 2012 | 20:15
 
Regie Micha Lewinsky ,  CH 2009,  90',  Dialekt, 
corin invit no 5
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
link
Für Rahel Hubli (Marie Leuenberger) gehört der schönste Tag im Leben von vielen Pärchen zum Alltag - als Standesbeamtin nimmt sie in einer idyllischen Schweizer Kleinstadt regelmässig Trauungen vor. Im Moment tut sie das allerdings eher lustlos, denn sie durchlebt selbst eine Ehekrise und glaubt ganz generell nicht mehr an das grosse Liebesglück.

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Der Freund
11
19 / 05 / 2012 | 20:15
 
Regie Micha Lewinsky ,  CH 2008,  87',  Dialekt, 
corin invit no 5
In Anwesenhet des Regisseurs
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
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Im wirklichen Leben wären Emil (Philippe Graber) und Larissa (Emilie Welti) nie ein Paar - sie, die von allen umschwärmte Sängerin; er, ein schüchterner Aussenseiter. Ironischerweise erhält Emil erst eine Chance, als Larissa ums Leben kommt: Er gibt sich als ihr Freund aus. Endlich bekommt er die Anerkennung, die er immer suchte. Und erst noch eine Art Ersatz-Familie. Eigentlich wäre nun alles gut. Wenn Emil sich nicht verlieben würde - und zwar ausgerechnet in Larissas Schwester (Johanna Bantzer), die natürlich auf keinen Fall die Wahrheit erfahren darf ... Micha Lewinsky ("Sternenberg", "Herr Goldstein") hat einen wunderbar melancholischen Film gedreht, der in ungewohnt leichter Weise grosse Themen vereint: Tod, Trauer, Liebe und Humor. Kurz: Eine Tragikomödie mit Tiefgang - und wunderschöner Musik von Sophie Hunger.

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Cafe de Flore
CINEMA
24 / 05 / 2012 | 20:15
 
Regie Jean-Marc Vallée,  CA FR 2011,  120',  E/d/f,  ab 16, 
Zwei Geschichten, eine Liebe
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
link

Antoine bringt die internationalen Dancefloors zum Vibrieren. Er ist ein erfolgreicher DJ, lebt in Montreal und hat eine leidenschaftliche neue Beziehung. Doch da ist noch Carole, die Mutter seiner beiden Töchter. Antoine hat sie verlassen. Carole aber will und kann ihn nicht vergessen.

So bedingungslos wie Carole liebt auch Jacqueline. Sie tut alles für ihren siebenjährigen Sohn, mit dem sie im Paris der 60er-Jahre wohnt. Doch eines Tages verliert der vife Junge sein Herz an eine Schulkameradin, die wie er mit Trisomie geboren wurde. Langsam beginnt er, sich emotional von Jacqueline zu lösen...

Jean-Marc Vallée erzählt zwei in verschiedenen Jahrzehnten angesiedelte, auf überraschende Weise verknüpfte Geschichten. Sein Film überzeugt durch ein herausragendes Schauspiel-Ensemble, ausdrucksstarke Bilder und einen tollen Soundtrack mit Songs von angesagten Grössen wie Matthew Herbert oder Sigur Rós. «Café de Flore» ist eine vexierbildhafte Reise durch Raum und Zeit und eine Ode an die Kraft der Liebe - geheimnisvoll, leuchtend und voller Hoffnung.

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The Iron Lady
CINEMA
25 / 05 / 2012 | 20:15
 
Regie Phyllida Lloyd,  GB 2011,  104',  E/d/f,  ab 14, 
Das intime Portrait einer aussergewöhnlichen Frau
Mit Meryl Streep in der Hauptrolle
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
link

THE IRON LADY ist ein überraschendes und intimes Portrait einer aussergewöhnlichen Frau. Geliebt und gehasst in gleichem Masse, Margaret Thatcher ist eine Ikone der Weltbühne - die erste und einzige weibliche Premierministerin des Vereinigten Königreichs, und eine der bekanntesten und einflussreichsten Frauen des 20. Jahrhunderts.

THE IRON LADY ist die Geschichte einer Frau die aus dem Nichts kam und die die dicken Mauern des Geschlechterkampfs und der Klassenzugehörigkeit durchbrach und sich in einer von Männern dominierten Welt Gehör verschaffte. Es ist eine Geschichte über die Macht und den Preis, den man dafür zahlen muss - eine Geschichte die ebenso einzigartig wie universal ist.


Die beiden Oscar-Preisträger Meryl Streep und Jim Broadbent ("Another Year") spielen Margaret Thatcher und ihren Ehemann Denis.

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Verleihung Raiffeisen Cultura Preis
RAIFFEISEN__CULTURA
26 / 05 / 2012 | 20:00
 
Romontsch / Deutsch / Englisch,  bis 16 Jahre nur in Begleitung erwachsener Personen, 
Es werden die drei besten Darbietungen des Kulturprogrammes "Raiffeisen Cultura" vom Oktober bis Mai ausgezeichnet. Der Preis ist mit Fr. 10'000.-- dotiert und wird von Raiffeisen und communicaziun.ch gestiftet.
ENTSCHATTA
CHF Fr. 30.--
ENTRADA
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Bald ist es soweit. Der Raiffeisen Cultura Preis 2012 wird am 26.5.2012 vergeben. Der Preis ist schwer, aus Metall und Stampflehm und er sieht gut aus. Vor allem ist er aber wertvoll. Er ist nämlich mit Fr. 10‘000.— dotiert. Für diesen Preis wurden alle Artisten und Künstler der Saison 2011/2012 im Cinema Sil Plaz unter dem Label Raiffeisen Cultura nominiert und schlussendlich vom Publikum bewertet.

 

Am Samstag, 26. Mail 2012 wird er also vergeben und zwar anlässlich einer Feier im Cinema Sil Plaz in Ilanz. Es wird ein schöner Abend mit:

 

77 Bombay Street, (Gewinner Swiss Music Award)

Vera Kaa, (seit über 30 Jahren auf der Bühne)

Roman Padrutt, (Singer-Songwriter)

D'n'S, (Debora'n'Sina)

 

Der Vorverkauf startet am 11. Mai 2012 um 24.00 Uhr!

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Chronicle
CINEMA__GIUVEN
30 / 05 / 2012 | 19:00
 
Regie Josh Trank,  UK / US 2012,  84',  D,  ab 12, 
Chronicle - Wozu bist du fähig?
ENTSCHATTA
CHF Jugendliche 12.- Erwachsene 15.-
ENTRADA
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Drei Freunde finden ein außerirdisches Element, das ihnen telekinetische Kräfte verleiht. Anfangs ist das für die Jungs ein großer Spaß, nutzen sie ihre neu gewonnenen Fähigkeiten doch, um anderen alberne Streiche zu spielen. Doch aus Spaß wird bitterer Ernst, als einer der drei einen schweren Unfall auslöst. Plötzlich stehen sie auf verschiedenen Seiten. - Realistisch gestalteter Superheldenfilm ohne Kostüme, aber dafür mit viel Drama.

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The Iron Lady
CINEMA
31 / 05 / 2012 | 20:15
 
Regie Phyllida Lloyd,  GB 2011,  104',  E/d/f,  ab 14, 
Das intime Portrait einer aussergewöhnlichen Frau
Mit Meryl Streep in der Hauptrolle
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
link

THE IRON LADY ist ein überraschendes und intimes Portrait einer aussergewöhnlichen Frau. Geliebt und gehasst in gleichem Masse, Margaret Thatcher ist eine Ikone der Weltbühne - die erste und einzige weibliche Premierministerin des Vereinigten Königreichs, und eine der bekanntesten und einflussreichsten Frauen des 20. Jahrhunderts.

THE IRON LADY ist die Geschichte einer Frau die aus dem Nichts kam und die die dicken Mauern des Geschlechterkampfs und der Klassenzugehörigkeit durchbrach und sich in einer von Männern dominierten Welt Gehör verschaffte. Es ist eine Geschichte über die Macht und den Preis, den man dafür zahlen muss - eine Geschichte die ebenso einzigartig wie universal ist.


Die beiden Oscar-Preisträger Meryl Streep und Jim Broadbent ("Another Year") spielen Margaret Thatcher und ihren Ehemann Denis.

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PROXIMAMEIN / DEMNAECHST

Sister - L'enfant d'en haut
CINEMA
01 / 06 / 2012 | 20:15
 
Regie Ursula Meier,  FR CH 2012,  97',  F/d, 
Der neue Film von Ursula Meier (Home)
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
link
Der zwölfjährige Simon (Kacey Mottet Klein) fährt im Winter mit einer Gondelbahn vom Industriegebiet im Tal, wo er allein mit seiner Schwester Louise (Léa Seydoux) lebt, nach oben, in ein prächtiges Skigebiet. Dort stiehlt er reichen Touristen Skier und Ausrüstung, um sie an die Kinder seines Wohnblocks zu verkaufen.

Er erzielt damit ein bescheidenes, aber regelmässiges Einkommen. Simons Machenschaften nehmen mit der Zeit stets grössere Ausmasse an. Louise, die vor kurzem ihre Stelle verloren hat, profitiert davon - und wird immer abhängiger von Simon...

An der Berlinale 2012 erhielt der Film einen Silbernen Bären.

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Sister - L'enfant d'en haut
CINEMA
02 / 06 / 2012 | 20:15
 
Regie Ursula Meier,  FR CH 2012,  97',  F/d, 
Der neue Film von Ursula Meier (Home)
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
link
Der zwölfjährige Simon (Kacey Mottet Klein) fährt im Winter mit einer Gondelbahn vom Industriegebiet im Tal, wo er allein mit seiner Schwester Louise (Léa Seydoux) lebt, nach oben, in ein prächtiges Skigebiet. Dort stiehlt er reichen Touristen Skier und Ausrüstung, um sie an die Kinder seines Wohnblocks zu verkaufen.

Er erzielt damit ein bescheidenes, aber regelmässiges Einkommen. Simons Machenschaften nehmen mit der Zeit stets grössere Ausmasse an. Louise, die vor kurzem ihre Stelle verloren hat, profitiert davon - und wird immer abhängiger von Simon...

An der Berlinale 2012 erhielt der Film einen Silbernen Bären.

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Stiller Has
TRIBUNA
09 / 06 / 2012 | 21:00
 
Stiller Has – die einzigartige Kultband
ENTSCHATTA
CHF 40
ENTRADA
link
Seit 1989 sind Stiller Has unterwegs im deutschen Sprachraum. Einst als verqueres Duo in Bern gestartet, mittlerweile zur Band angewachsen, haben Stiller Has in der Schweiz mit fast allen ihrer zwölf Alben Goldstatus erreicht, sowie Preise wie den Salzburger Stier und den Deutschen Kleinkunstpreis eingeheimst. 2007 holten sie mit «Geisterbahn» den deutschen «Liederbestenpreis». Längst sind Stiller Has legendär, aber immer wieder übertreffen sie sich selber. Himmeltraurig schön ist der waidwunde Blues des letzten Albums «so verdorbe». Nie zuvor wurde der Wortschöpfer, Schausänger und Stimmspieler Endo Anaconda von einer Band so kongenial umgarnt, wie von der aktuellen Formation. In Songs um Sucht und Sehnen, Lebenslust und Todesahnung halten Stiller Has mit ihrem ureigenen poetischen Sarkasmus der Gesellschaft einen Spiegel vor. Ein Auftritt von Stiller Has ist weit mehr als eine durch einige flockige Sprüche aufgelockerte Darbietung von Liedern. Heben die «Hasen» so richtig ab, dann ist dies nicht nur ein Konzert. Performed Art passt schon eher. Wortakrobat Endo Anaconda spinnt einen roten Faden durch den Abend, den er zu einem Mischgewebe aus lyrischen Momenten und feinnervigen Seitenhieben verarbeitet und zu den Mundarttexten eine pointierte Übersetzung liefert.
Besetzung: Endo Anaconda, Gesang; Schifer Schafer, Gitarre, Orgel, ...; Salome Buser, E-Bass, Orgel; 
Markus Fürst, Schlagzeug

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2 Days In New York
CINEMA
 
Regie Julie Delpy ,  FR 2012,  91',  Ov/d/f, 
Sundance Festival
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
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Julie Delpys hinreissend spontane Independent-Komödie 2 DAYS IN PARIS war der Überraschungserfolg des Jahres 2007 - so romantisch wie ein Truffaut, so witzig wie Woody Allen. Nun meldet sie sich aus New York zurück: Mal bissig und böse, mal spöttisch und ironisch, aber stets witzig und unterhaltsam verhandelt sie Familie, Politik, Sex, Ideale, Gott und die Welt! Gekonnt spielt Delpy mit Vorurteilen, Klischees und Alltagsproblemen, wenn sie Marion, ihre Familie und ein paar nichtsahnende New Yorker - ohne Atem zu holen - aufeinanderprallen lässt. Mit US-Starkomiker Chris Rock, Gaststars Vincent Gallo und Daniel Brühl sowie der nahezu kompletten Besetzung von 2 DAYS IN PARIS an ihrer Seite präsentiert Julie Delpy ein grossartiges Kinovergnügen.

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Abrir puertas y ventanas
CINEMA
 
Regie Milagros Mumenthaler,  AR CH 2011,  99,  Ov/d/f, 
Locarno 2011 - Pardo d'Oro
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CHF 15.-
ENTRADA
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Barbara
CINEMA
 
Regie Christian Petzold,  DE 2012,  D, 
Berlinale 2012: Silberner Bär - Beste Regie
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
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Sommer 1980. Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Sie ist Ärztin, nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz, weitab von allem. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Vorbereitung ihrer Flucht, die Ostsee ist eine Möglichkeit.
Barbara wartet. Die neue Wohnung, die Nachbarn, der Sommer und das Land, all das berührt sie nicht mehr. Sie arbeitet in der Kinderchirurgie unter Leitung ihres neuen Chefs Andre, aufmerksam gegenüber den Patienten, distanziert zu den Kollegen. Ihre Zukunft fängt später an.
Andre verwirrt sie. Sein Vertrauen in ihre beruflichen Fähigkeiten, seine Fürsorge, sein Lächeln. Warum deckt er ihr Engagement für die junge Ausreißerin Stella? Ist er auf sie angesetzt? Ist er verliebt?
Barbara beginnt die Kontrolle zu verlieren. Über sich, über ihre Pläne, über die Liebe. Der Tag ihrer geplanten Flucht steht kurz bevor.
 

 

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Kappeler Zumthor
TRIBUNA
 
ENTSCHATTA
CHF 20.- bis 18 J. CHF 25.- Erwachsene
ENTRADA
link

Vera Kappelers musikalische Heimat sind doch (dachte man) diese alten Volkslieder, aus den Alpen oder der finnischen Tundra, auf erdigen Grooves ins einundzwanzigste Jahrhundert herüberverschifft. Und Peter Conradin Zumthor, den kennen wir als wuchtig-ingrimmigen Trommelmeister in latent grenznahen Bands wie Azeotrop. Sollen diese beiden ein Duo bilden?

Unbedingt.

Denn heraus kommt nicht ein lauer Durchschnitt dieser Spielhaltungen, sondern deren gemeinsamer Urgrund (den man sonst gar nie zu hören bekäme): eine Musik wie aus schwerer Dunkelheit geformt; getragene, hymnenartige Gebilde in geträumter Zeitlupe, die sich an einem Schubert-Loop festkrallen oder von rasselnden Eisenketten am Grund gehalten werden. Eine Poesie herrscht hier wie zu alter Sagenzeit: gelegentlich können Kappeler und Zumthor zum Tanz oder zu schiefen Spässen aufgelegt sein, doch alsbald wird wieder mit ruhigem Ernst zu Werke gegangen; und spätestens beim auf Röhrenglocken heranwehenden letzten Melodiefragment weiss man wieder, warum man eigentlich so gern tieftraurige Musik hört.

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Messies - Ein schoenes Chaos
CINEMA__DOC
 
Regie Ulrich Grossenbacher,  CH 2011,  117',  Dialekt, 
ENTSCHATTA
CHF 15.-
ENTRADA
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Etwa zwei Prozent der Schweizer Bevölkerung gelten als krankhafte «Messies». Sie sammeln so extensiv und kompromisslos, dass ihr Verhalten sie isoliert. Sie werden ihren Mitmenschen zur Last oder verkriechen sich in den eigenen Wänden – sofern da noch Platz ist. Nicht nur in Boulevardmedien werden jeweils besonders abstruse Fälle vorgeführt: als Beleidigung jeglichen Empfindens für Ordnung und Mass in der aufgeräumten Schweiz. Ulrich Grossenbacher wählte einen anderen Weg. Neugierig begegnet er vier Menschen, die mit ihrem «Puff» auf unterschiedliche Weise umgehen.

Arthur, ein lediger Bauer, bewohnt sein Heimetli auf seine Art. Nicht Geranien sind sein Stolz, sondern verrostende Traktoren, Bagger, Autos und Lastwagen. Seine Passion für schweres Gerät hält die Gemeindeverwaltung seit Jahren auf Trab.

Elmira legt in ihrer Wohnung äusserste Gelenkigkeit an den Tag. Meterhoch türmen sich die zu überquerenden Zeitungs- und Kassettenstapel, keine Kultursendung darf unaufgenommen bleiben.

Karl und Trudi bewohnen ein grosses Bauernhaus. Einer der letzten passierbaren Räume ist die Küche. Sie beklagt das verlorene Sozialleben, nicht mal mehr die eigenen Kinder besuchen sie. Ihr Ultimatum: Er schafft Platz oder sie zieht aus.

Der Tüftler Thomas baut aus Schrott sinnige Apparate. Seine Werkstatt ist so übervoll wie seine Pläne.

Grossenbacher scheut zwar keine Drastik der Anschauung, etwa wenn er in einem Schwenk genüsslich langsam die Dimension eines Chaos enthüllt oder wenn er seine Protagonisten bei ihren Gängen durch ihre archäologischen Ablagerungsschichten mit einer Minikamera behängt. Die präzis gesetzte Musik unterstützt mitunter den ironisierenden Blick. Es ist aber das Interesse für seine Protagonisten, ihr Erleben, ihre Kreativität, ihre Verdrängungsstrategien und ihre Erklärung des eigenen Tuns, das ihn leitet. Hinter Verschrobenheiten zeigen sich komplexe Charaktere. Sie präsentieren sich nicht vornehmlich als Kranke, sondern als Menschen mit einem überschäumendem Interesse für alles. Sie konfrontieren uns mit Fragen: Was ist normal, was ist krankhaft? Grossenbachers Respekt für seine «Messies», sein Sinn für Dramaturgie und seine visuelle Poesie führen zu Szenen voller Situationskomik und Skurrilität, ohne dass unser Lachen auf Kosten der Protagonisten geht. (Thomas Schärer)

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